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NS-Archiv in Arolsen geöffnet PDF Drucken

Bei einer feierlichen Zeremonie im Auswärtigen Amt in Berlin haben Deutschland und sieben weitere Nationen die Öffnung des Holocaust-Archivs im hessischen Bad Arlosen beschlossen. 61 Jahre nach Kriegsende bekommen Wissenschaftler damit erstmals Zugang zum größten Namensarchiv der Nationalsozialisten. Das umfangreiche Archiv in Bad Arolsen, in dem 50 Millionen Dokumente sowie Namenslisten und Habseligkeiten von 17.5 Millionen KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern gesammelt werden, war bisher nur Nazi-Verfolgten und ihren Angehörigen zugänglich und arbeitet schwerfällig. Forschern blieben die Akten, die vielfach von der SS stammen, verschlossen.

Nach massiver internationaler Kritik und Abberufung des langjährigen Suchdienst-Leiters Charles-Claude Biedermann wurde nun ein Kompromiss geschlossen, der das Informationsrecht der Wissenschaftler mit sensiblen Persönlichkeitsrechten der Betroffenen vereinbart. Künstler-Kultur-work.net hatte bereits im April 2006 über die Kritik berichtet. 

(A.R. 26.7.2006)

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 02 Januar 2008 )