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Blockade des Holocaust-Archives |
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in Bad Arolsen durch die Archivleitung und der deutschen Bundesregierung
Das Archiv des Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes in der hessischen Stadt Bad Arolsen, will sich nicht der Wissenschaft öffnen. In Amerika ist man empört darüber, dass dieses Archiv der Forschung vorenthalten wird. Ein Skandal, wie die Direktorin des Holocaust Memorial Museum in Washington, Sara Bloomfield, jetzt in der New York Times erklärt. Denn, was kaum einer weiß, in Bad Arolsen liegt das größte Gedächtnis nationalsozialistischer Verbrechen: Unterlagen mit Informationen über 17,5 Millionen Nazi-Opfer, die im Dritten Reich verschleppt, verfolgt und ermordet wurden. Toten- und Transportlisten zum Beispiel, oder die grausame Buchhaltung der Konzentrationslager - bisher jedoch unerforscht, denn Historiker haben hier keinen Zugang. Die Nerven liegen blank, denn seit vielen Jahren bemühen sich Wissenschaftler vergeblich um eine Öffnung des Archives, obwohl seit 8 Jahren die Verpflichtung besteht das Archiv für die Forschung zu öffnen. Warum wird der Wissenschaft kein Einblick gewährt? Ist es die Angst vor unbequemen Wahrheiten, die in dem Archiv schlummern könnten, insbesondere nach der Übergabe von Teilarchiven aus osteuropäischen Kriegsarchiven nach der Wende?
(23.4.2006 A.Rasch)
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 09 September 2006 )
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